Archiv für den Monat: März 2012

WS11/12 Software Engineering I

Heute früh stand für mich die letzte Klausur aus diesem Semester auf der Agenda. Ich hatte mir schon einige Gedanken im Vorfeld gemacht, ob ich die Klausur bestehen werde, aber nachdem diese nun geschrieben ist, würde ich zumindest davon ausgehen, dass ich diese bestanden habe. Zum letzten Mal hat Prof. Dr. Alda SE I für die BISler an der H-BRS unterrichtet. Die Klausur bestand im Wesentlichen aus 5 Teilen.

Der erste große Anteil war den grafischen UML Use Cases gewidmet. Diese Aufgaben waren bereits mit 35 Punkten gewichtet. Aus einem gegebenen Szenario war die Entwicklung von zwei Use Cases gefordert. Dabei wurde zum einem Wert auf die grafische Modellierung gelegt und auf die korrekte Einbindung von Supplier Use Cases über Extend bzw. Include Beziehungen. Aus dem Szenario war danach noch ein Klassendiagramm zu entwickeln.

Im zweiten Teil wurden allgemeine Fragen zu den Themenbereichen Klassische (Wasserfall-Modell) und Agile (Scrum) Software Prozesse gefragt. Außerdem einige Fragen zum Themenbereich JUnit. Die Fragen sollten mit Bedacht angekreuzt werden, da es für jede Falsche Antwort Minuspunkte gab. Daher habe ich direkt mal drei nicht angekreuzt, bei denen ich mir unsicher war 😉

Der dritte Teil war dem Themengebiet der Design Patterns gewidmet. Aus dem gegebenen Szenario, sollte das geforderte Pattern ermittelt werden. Danach war dieses in Form eines Klassendiagramms zu modellieren und abschließend als Sequenzdiagramm umsetzbar.

Das nächste Themengebiet widmete sich dem Bereich des Testings. In diesem Fall ging es speziell um JUnit. Die Aufgabe hatte Ähnlichkeit mit einer Übungsaufgabe, leider half mir das nicht all zu viel. Im Vorfeld war ich in diesem Bereich leider zu schlecht vorbereitet.

Im letzten Teil wurde es noch einmal allgemeiner und es ging um die INVEST- Methode und Textuelle Use Cases in Form von Positiv- und Negativtests. Ein durchaus machbarer Teil.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Klausur sehr fair gestellt war. Wenn man sich die Folien anschaut, ist es ein sehr großes Themengebiet. Aber es kam weniger auf stumpfes auswendig lernen, als vielmehr auf Verständnis der einzelnen Prozesse und Anwendung der Modellierungsformen der UML an.

Um die Vorbereitungszeit für die Klausur zu minimieren und dennoch gut Vorbereitet zu sein, kann ich nur jedem raten, gerade in diesem Fach die Übungen wöchentlich durch zu arbeiten und an den Übungsvorlesungen teilzunehmen. Zum einen werden die Aufgaben hier ausführlich besprochen, Verständnisfragen lassen sich leicht klären und man wird nebenbei noch sehr gut auf die Klausur vorbereitet. Beherrscht man die Übungen ist die Klausur sicherlich mit einer Note >2 zu bestehen. Übrigens, für die Übungen gibt es Punkte, eine Mindestanzahl an Punkten ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Klausur.

WS11/12 Geschäftsprozessmanagement

Soeben haben wir die Klausur Geschäftsprozessmanagement geschrieben. Der Start war etwas holprig, da wohl jemand vergessen hat, im SIS für uns den richtigen Raum zu hinterlegen. So standen wir vor dem angekündigten Raum, doch viele uns unbekannte Gesichter ebenfalls. Diese wollten allerdings zu einer Infoveranstaltung. Leider konnte uns auch das Studiensekretariat nicht mit Bestimmtheit sagen, wo die Klausur geschrieben wird und vermutete nur, dass diese auch im HS4 stattfindet. Dort waren wir dann richtig und konnte mit einer Verzögerung von 30 Minuten doch noch teilnehmen 😉

Wie bereits vermutet, waren grundlegende Kenntnisse über Definitionen von z.B. Geschäftsprozessmanagement von Vorteil. Außerdem sollte ebenfalls der Ansatz von der Aufbauorganisation und deren Einteilung bekannt sein. Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPKs) kennt nun jeder, der in diesem Fach unterwegs ist und diese hatten auch einen großen Anteil an der Klausur. Dazu gehörten auch die Definitionen von EPKs und der Einsatz der Operatoren.

Ein weiterer Anteil war dem Petri-Netzen gewidmet. Hier ging es um die Themen Erreichbarkeits- und Überdeckungsgraph. Nachdem Petri-Netzen war YAWL der nächste Themenblock.  Im Vorfeld sollten ein paar Übungen zur Umwandlung von YAWL in Reset-Netze Pflicht sein, dazu gehören natürlich auch die Definitionen von YAWL. Alles in allem eine durchaus machbare Klausur.

Folgende Themen gehören zu einer guten Vorbereitung:

  • ARIS-Haus und deren Sichten
  • NATO Architecture Framework
  • Zachman Framework
  • Ablauforganisation
  • Prozessdefinitionen

Es schadet nicht, sich die Aufgaben aus dem Skript zusammen zu fassen und diese durchzuarbeiten.

Eine abschlißenede Eingrenzung ist schwierig, dafür ist der Themenbereich zu groß und die Möglichkeiten für die Klausur zu vielfältig. Wer aber EPKs beherscht, konform mit Petri Netzen und YAWL ist, sollte die Klausur bestehen, hat gute Vorraussetzungen die Klausur zu bestehen. Kenntnisse der anderen Framework (Zachman, NAF, etc.) sind nie verkehrt.

Es gab eine überrasche Frage, mit der keiner der Kommilitonen gerechnet hat und da ging es um die Unterschiede zwischen Signavio und Aris. Bin gespannt, wer die Punkte mitnehmen konnte 😉