Archiv für den Monat: Juli 2012

Theorie und Praxis von ERP-Systemen

Das Fach Theorie und Praxis von ERP-Systemen ist dieses Semester auch eines der anspruchsvolleren Fächer. Während wir uns im ersten Drittel mit den allgemeinen Grundlagen zu ERP-Systemen auseinandergesetzt haben und dazu zunächst mit den ERP-Systemen von Microsoft Navision und Comarch Semiramis einen Einstieg gefunden haben, lag der Fokus in den letzten beiden Dritteln stark auf SAP.

Wie bereits erwähnt, ging es in den ersten Vorlesungen um die allgemeinen Grundlagen zu ERP-Systemen. Wie werden diese eingesetzt, welches sind die Kernbereiche von ERP-Systemen und um was für eine Art von Software handelt es sich. Nach der Einführung Wirtschaftsinformatik gehören ERP-Systemen zu den integrierten betrieblichen Standardanwendungen.

Produktions-/planungs- und Steuerungs-Systeme wurden hier ebenfalls betrachtet und die Unterstützung dieser Funktion durch ERP-Systeme. Für die weiteren Vorlesungen wurde erneut der Schematische Betriebliche Anwendungssystem-Aufbau verdeutlicht und die Einordnung des Systems in den verschiedenen Ebenen.

Nachdem wir die Grundlagen abgeschlossen hatten, ging es zum Bereich der Integration von ERP-Systemen. Hier wurden zunächst die beiden Bereiche Ex-ante und Ex-post erklärt und abgegrenzt. Kurzer Überblick über die Installationsmöglichkeiten Zentralsystem vs. Server-/Client-Architektur, Betriebskonzepte (Hosting, ASP & SaaS) und die vorhandenen Datenkategorien in ERP-Systemen.

Von nun an wurden die bereits vermittelten Inhalte stark mit der Vorstellung und der Einführung in SAP gekoppelt. Unser Prof gab uns, im Rahmen der Veranstaltung, die Möglichkeit an einer SAP-Zertifizierung (SAP ERP Foundation) teilzunehmen. Zum einen motivierte es natürlich die Inhalte noch Intensiver zu Lernen und zum anderen war das eine gute Möglichkeit während der Vorlesung noch ein Zertifikat mit nehmen zu können. Für spätere Bewerbungen nie verkehrt und eine tolle Sache das im Rahmen der Vorlesung mit machen zu können.

Die Einführung in SAP begann im wesentlichen mit den Grundlagen, Mandantenkonzept, den schematischen Aufbau von SAP und welche Maßnahmen durch wenn und was mit Customizing und Personalisierung  vorgenommen wird. Dazu kam noch eine Auffrischung im Bereich von Rechnungswesen (Buchführung, Haupt- & Nebenkonten, etc.).

Um diese ganzen Inhalte besser greifbar zu machen, hatten wir nun einige Fallstudien im Bereich der Produktion und Controlling, die wir anhand des IDES-Systems, selbst abarbeiten und umsetzen konnten.

Dadurch wurde ein guter Eindruck vermittelt, wie mächtig SAP ist und welche Möglichkeiten damit eröffnet werden. Allerdings waren es teilweise unüberschaubar und durch die Fallstudien konnte man nur einen sehr begrenzen Einblick erlangen. Zwar Schnitten die Fallstudien alle Bereiche an, aber es reicht bei weitem nicht aus, die Fallstudien zu bearbeiten. Hier ist man selbst gefordert, die Fallstudien evtl. ein zweites Mal zu machen um wirklich zu verstehen, welche Faktoren durch welche Einstellungen beeinflusst werden und wie sich diese auf weitere Konfigurationen auswirken.

Im letzten Teil gab es eine kleine Einführung in die SAP-Programmierung mit ABAP und einen kurzen Überblick über Einführungsprojekte von ERP-Systemen.

Die Zertifizierungsprüfung wurde in der letzten Vorlesungsstunde durchgeführt. Es war eine typische Zertifizierung in der ca. 40 Fragen gestellt wurden. Alles Multiple Choice und jede Frage hatte mehr als eine Korrekte Antwortmöglichkeit, welches ein solides Wissen über SAP voraussetzte um die Prüfung zu bestehen. Zum Bestehen waren 55% korrekte Antworten notwendig. In unserem Kurs nahmen ca. 80% an der Zertifizierung teil und es schafften alle, teilweise knapp, die Zertifizierung. Der Artikel dazu ist hier zu finden.

Klausur Vertiefung BWL I

Zum Ende des 4. Semesters stand die Klausur Vertiefung BWL auf dem Programm. Ich fand das Fach sehr Interessant, da wir sehr viele Themen für die strategische Unternehmensplanung behandelt haben. Zum einen welchen Einfluss Technologie- und Innovationsmanagement auf die Unternehmensentwicklung hat, welche Innovationsarten zu unterscheiden sind, wie diese in in den Markt gebracht werden und welche strategischen Maßnahmen zur Umsetzung und Wahl einer Innovation notwendig sind.

Aus dieser Themenvielfalt wurden für unsere Klausur folgende Themen ausgewählt:

  • Strategische Dreieck (Wettbewerbsvorteil)
  • Bedeutung von Technologie- und Innovationsmanagement
  • Merkmale von Innovationen (Kennen und Beschreiben)
  • Unterscheidung von Prozess- und Produktinnovationen
  • Revolutionäre- und Evolutionäre Innovationen
  • Lebensphase von Technologien (Beschreiben und Portfolioabbildung)
  • Adoptionstheorie
  • Differenzierungs- und Kostensenkungspotentiale durch E-Business
  • Kurzbeschreibung von E-Business-Lösungen in Anlehnung an die Vorträge
  • ausführliche Beschreibung einer E-Business-Lösung (Erfolgsfaktoren, Zielsetzung und Trends)
  • allgemeine Fragen zur Vortragsreihe von externen Dozenten

Die Klausur ist sehr fair gestellt, allerdings sollte der Lernaufwand nicht unterschätzt werden. Es bietet sich an, eine Zusammenfassung zu erstellen und diese zu lernen. Es sind alle Themenbereiche logisch strukturiert und aufgebaut, allerdings werden leicht die einzelnen Bereiche verwechselt oder vermischt. Dies ist nur durch rechtzeitiges lernen zu vermeiden.

Wünsche allen viel Erfolg für die Klausur.