Archiv für den Monat: Dezember 2012

Klausur Vertiefung BWL II

Am Freitag letzter Woche stand die letzte Klausur für dieses Jahr auf dem Programm, Vertiefung BWL II. Während wir im 4. Semester während der Vorlesung Vertiefung BWL I viele, theoretische Inhalte und Verfahren kennengelernt haben und diese in der anschließenden Klausur abgefragt wurden, stand diesmal die praktische Anwendung der erlernten Verfahren im Fokus. Folgendes waren die Schwerpunkte der Klausur:

Wie anhand der genannten Schwerpunkte zu sehen ist, war die Klausur recht umfangreich. Meiner Meinung nach ist es sehr sinnvoll, während des Semesters alle Vorlesungen zu besuchen. Zum einen sind die Vorlesungen immer sehr Interessant und zum anderen erläutert Prof. Wamser detail- und beispielreich die verschiendenen Techniken und deren Anwendungen. So war mir auch während der Klausur noch einiges aus den Vorlesungen präsent. Trotzdem habe ich einige Sachen aus dem Skript leicht durcheinander gebracht und bin besonders gespannt auf meine Note.

Hier noch einige Interessante Links zu den Themengebieten:

Klausur UUBAS

Am Montag Abend fand in der Mensa der H-BRS in St. Augustin die Klausur „Unternehmensweite und Unternehemensübergreifende Betriebliche Anwendungssysteme“ statt. Die gestellten Klausuraufgaben bezogen sich sowohl auf das Skript als auch auf die Vorträge, die während der Vorlesungen von externen gehalten wurden. Die Klausur war sehr fair gestellt und im vorgegebenen zeitlichen Rahmen abschließbar. Folgende Themen waren Schwerpunkte der Klausur:

Das waren die Hauptthemen dieser Klausur. Nun bin ich sehr auf das Endergebnis gespannt.

Zu BPMN-Modellierung habe ich noch einen sehr Interessanten Artikel bei der Hochschule Neu-Ulm gefunden in dem detalliert auf die Spezifikation BPMN 2.0 eingegangen und Unterschiede zu EPKs erläutert werden.

Anbei noch ein paar Interessante Links zu den angegebenen Themengebieten:

Vertiefung BWL II – Szenarioanalyse

In der letzten Vorlesung von Vertiefung BWL II war das Thema die Szenarioanalyse. Ein sinnvoller Ansatz um sich mit der zukünftigen Marktentwicklungen auseinanderzusetzen und basierend auf den gewählten Indikatoren und den vorraussichtlichen Marktbedingungen die Unternehmensstrategie anzupassen und nach der Szenarioanalyse auszuwählen.

Bei der Szenarioanalyse handelt es sich um einen sehr zeitaufwendigen Prozess, bei dem zunächst Indikatoren für eine mögliche Zukunft ausgewählt werden müssen. Die zu wählenden Indikatoren sollten mit Hilfe der PESTEL-Umweltanalyse ausgewählt werden. Danach werden diese in der Impact-Uncertainty-Matrix nach einer definierten Gewichtung strukturiert dargestellt.

Nach Abschluss dieser Gewichtung werden die Basistrends identifiziert. Diese dienen, wie der Name andeutet, als Basis für alle Szenarioanalysen die auf Grundlage der gewählten Indikatoren durchgeführt werden.Die zu vernachlässigenden Treiber finden keine Berücksichtigung, da diese in der Stärke der Auswirkung gering sind.

Im Mittelpunkt der weiteren Analyse stehen die Indikatoren, die sowohl in der Stärke der Auswirkung wie auch im Grad der Unsicherheit in beiden Punkten mindestens im Mittelfeld oder höher eingruppiert wurden.Diese werden als „Drivers of Change“ bezeichnet. Sinnvoll ist es, diese in einer Tabelle darzustellen und auf einer Skala mit definierte Endpunkten zu gewichten.

Im Rahmen einer kleinen Gruppenarbeit wurde während der Vorlesung eine Szenarioanalyse für den Mobilfunkmarkt erstellt. Die erstellte Präsentation mit den ausgewählten Indikatoren, der Impact-Uncertainty-Matrix und der definierten Endpunkte für die ausgewählten „Driver of Change“ stelle ich hier zur Verfügung.

Auf dieser Basis lässt sich ein mögliches Szenario beschreiben und darstellen und kann als Hilfestellung für zukünftige Strategieentscheidungen im Unternehmen herangezogen werden.

Die genannen Erläuterungen stellen eine nur sehr allgemein und knapp gehaltene Darstellung zur Durchführung einer Szenarioanalyse und deren Einsatzzweck dar. Wie bereits Eingangs erläutert stellt eine Szenarioanalyse einen zeitaufwendigen Prozess dar, der versucht eine mögliche Zukunft aufzuzeigen. Die Zukunft lässt sich damit sicherlich nicht exakt abbilden, aber evtl. lassen sich Annährungen treffen.

 

Seminararbeit Adaptive Case Management

Die Spezialisierung im 5. Semester besteht aus zwei Teilen. Zum einen eine Vorlesung zu Unternehemensweiten und Unternehmensübergreifenden Betrieblichen Anwendungssystemen (UUBAS) und dem Seminar Betriebliche Anwendungssysteme (Seminar BAS). Im Fach Seminar BAS erstellen wir eine Seminararbeit, die aus drei Teilen besteht aus denen sich die Benotung zusammensetzt.

1. Exposè, welches das Thema, die Problemstellung und Lösungsansätze kurz umschreibt und den Roten Faden für die Seminararbeit vorgibt.(10%)

2. Die eigentliche Seminararbeit, in unserem Fall max. 20 Seiten inkl. Deckblatt, Abbildungs-, Abkürzungs- und Literaturverzeichnis. (50%)

3. Die Präsentation, in der die Ergebnisse der Seminararbeit kurz und prägnant vorgestellt werden. (40%)

Dabei geht es um ein vorgegebenes Haupttehma, in unserem Fall Adaptive Case Management (ACM).

Innerhalb des Hauptthemas gibt es verschiedene Themenbereiche die zur Auswahl stehen und aus denen wir eines aussuchen können, z.B. Abgrenzung und Gemeinsamkeiten zu BPMN oder ACM unter Einbindung Sozialen Netzwerke, usw.

Adaptive Case Management ist ein Ansatz um schwach strukturierte Geschäftsprozesse zu handhaben. Es geht dabei um Prozesse, die nicht nach einem vordefinierten Schema, wie z.B. innerhalb der Produktion ablaufen. Vielmehr geht es um dynamische Abläufe die, Situationsbedingt und aufgrund vorliegender Informationen, von einem Wissensbearbeiter beeinflusst werden. Der Wissensarbeiter entscheidet im Einzelfall über den weiteren Ablauf und dies ist ein Unterschied zu BPMN, bei dem der Prozessablauf vorgegeben ist und durch den Wissensarbeiter nur gering beeinflusst wird.

Derzeit stellt ACM einen Ansatz dar, wie diese schwach strukturierten Prozesse möglicherweise modelliert und verwaltet werden. Allerdings gibt es noch keine klare Definition. Im Buch „Mastering the Unpredictable“ von Keith Swenson, beschreiben mehrere Authoren verschiedene Ansätze wie ACM zur Bewältigung von schwach strukturierten Prozessen eingesetzt werden kann.

Für Unternehmen wird es immer wichtiger auf wechselnde Markt- und Kundenanforderungen flexibel reagiern zu können. ACM stellt einen Ansatz dar um schwach strukturierte Prozesse handhabar zu machen. Die Handhabung erfolgt durch den Wissensarbeiter, der aufgrund vorliegender Informationen Entscheidungen trifft, die den weiteren Ablauf beeinflussen. In meiner Seminararbeit gehe ich darauf ein, wie soziale Netzwerke dazu beitragen können, Informationen bereitzustellen, die zu einer fundierteren und effizienteren Entscheidungsfindung beitragen.

Nachdem ich das Exposè und die Seminararbeit bereits eingereicht hatte, konnte ich das das Thema mit meiner Präsentation erfolgreich abschliessen.

Die Seminararbeit und die Präsentation stelle ich hier zur Verfügung. Vielleicht ist es, für den ein oder anderen hilfreich, um einen Einstieg in das spannende Thema zu bekommen.

Während der Ausarbeitung bin ich auf einige Interessante Seiten gestoßen, die ich hier noch angeben möchte:

http://www.forflex.de/ – Ein Forschungsverbund für hochflexible Geschäftsprozesse, gegründet von der Universität Bamberg

http://www.adaptive-prozesse.de/ – Blog von Max Johann Pucher, dem Mitauthor zu Mastering the Unpredictable, viele Interessante und Fachliche Informationen sind hier zu finden

http://www.kurze-prozesse.de/ – Interessanter Blog rund um das Thema Prozessmanagement, gute Informationsquelle

http://www.saperionblog.com/ – Anbieter für BPM- Lösungen

http://thingthatthinks.com – Blog von Michael Böhringer, hat sich Intensiv mit dem Thema ACM und der Integration von Microblogging Diensten auseinandergesetzt. Seine Diplomarbeit steht ebenfalls Online zur Verfügung.

acm2012.blogs.dsv.su.se – Blog zum 1. Internationalen ACM Workshop mit zahlreichen Präsentationen

Das Fach bietet eine gute Möglichkeit sich mit den Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten auseinanderzusetzen und einen Einblick zu bekommen, was auf einen während der Bachelor Thesis zukommt.

Vortragsreihe Vertiefung BWL II

Am heutigen Tag fand, im Rahmen der Veranstaltung „Vertiefung BWL II“, eine Vortragsreihe am Campus St. Augustin statt. Dabei wurden zwei sehr Interessante Vorträge gehalten.

Der erste Vortrag wurde von Herrn Asma , von KPMG gehalten. Im Vortrag ging es um drei Kernbereiche, Cloud Computing, Social Networks & Mobile Devices. Zunächst erläuterte Herr Asma die Chancen die sich durch die neuen Technologien ergeben, welche Innovationsmöglichkeiten damit einhergehen und das die Ansätze im Zusammenhang zu betrachten sind. Unternehmen sind in Zukunft stark gefordert, diese Aspekte zu berücksichtigen um für Ihre Mitarbeiter als attraktive Unternehmen zu gelten und eine gewisse Innovationskraft zu ermöglichen.

Zu Cloud Computing sagte Herr Asma kurz und prägnant „Alter Wein in neuen Schläuchen“. In diesem Bereich ging er darauf ein, dass der Begriff „Cloud“ mittlerweile mehr ein Marketingbegriff geworden ist, obwohl die dahinter stehende Technik nicht neu ist. Allerdings gibt es eine Definition des National Institut of Standards and Technology (NIST) zum Thema Cloud.

Zum Thema Facebook sagte er, dass damit beispielsweise eine Single Sign On Lösung über das Internet ermöglicht wird. Immer mehr Webseiten bieten einen Facebook Login an und verzichten darauf, dass der User einen eigenen Account anlegt. Für den User wird die Nutzung von Diensten wesentlich vereinfacht, da er sich nicht mehr mehrere Usernamen und Passwörter merken muss, sondern seinen Facebook-Account zur Authentifizierung nutzen kann. Damit schafft Facebook etwas, was die gesamte Software Industrie, in diesem Bereich, in den letzten Jahren nicht geschafft hat.

Der komplette Vortrag wurde von Herr Asma bereits Online zur Verfügung gestellt und ist hier zu finden. Herr Asma betreibt selbst einen Blog zu den genannten Themen -> IT Advisory

Im zweiten Vortrag ging es um die zukünftigen Entwicklungen im IT-Bereich bis 2032. Definitiv hoch spannend und sehr Interessant. Der Vortrag wurde von Herrn Michael von Uechtritz und Steinkirch von der Detecon gehalten.

Die Detecon hat eine kleine Projektgruppe damit beauftragt, die IT Entwicklungen bis 2032 zusammen zu tragen und wissenschaftlich zu betrachten. Viele Vorstellungen die genannt wurden, sind bereits entwickelt, doch dauert es noch einige Zeit, bis diese sich am Markt etablieren (Beispiel Kontaktloses Zahlen).

In seinem Vortrag stellte Herr von Uechtritz und Steinkirch zukünftige Märkte und Geschäftsmodelle vor, zeigte Beispiele welche Geschäftsmodelle sich gerade etablieren und wie schnell es durch die neuen Technologien möglich ist, mit geringen Startkapital ein Unternehmen für spezielle Anwendungen zu gründen.

Allerdings führt diese Entwicklungsspirale zu immer schnelleren Anforderungen und kurzzeitigen, extremen Schwankungen, auf denen die Unternehmen flexibel reagieren müssen. Um diesen Anforderungen und der ständigen Marktdynamik begegnen zu können, benötigen Unternehmen eine qualitativ hochwertige Risikoeinschätzung. In diesem Bereich gibt es allerdings noch enormes Potential.

Die Bandbreite der Themen war sehr groß, daher verweise ich an dieser Stelle auf die Präsentation. Zu dem Thema hat die Detecon ein Buch herausgegeben, welches über die Seiten kostenfrei angefordert werden kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Professor Wamser für die Interessanten Themen.