Archiv für den Monat: Juni 2015

effektiver Pricing Prozess

BWL & Marketing – Pricing Vortrag

Am Montag fand im Rahmen der Veranstaltung „Einführung BWL & Marketing“ ein Pricing Vortrag statt, der von einem McKinsey-Berater gehalten wurde. Der Beitrag vermittelte einen guten Eindruck, wie schwierig es sein kann, bei vielfältigen Produkten einen passenden Preis zu finden, der die Marktsituation aus Mitbewerbersicht, Zahlungsbereitschaft der Kunden und vielen weiteren Faktoren berücksichtigt.

An dieser Stelle habe ich ein kleines Gedankenprotokoll angefertigt, da einige Klausurfragen auf diesem Vortrag basieren werden. Es soll als roter Faden dienen, sollte jemand weitere Details notiert haben, kann er diese gern als Kommentar hinterlassen. Sollten Fehler enthalten sein, bitte ich um Mitteilung 😉

Die notierten Schlagwörter wurden mit Links zu weiterführenden Artikeln hinterlegt.

Pricing Thema (zielt auf Umsatzseite)

Return on Sales (RoS)

  • wie hoch ist das Gewinnpotential bei 5% Erhöhung (
  • Pricing hat einen sehr großen Einfluss auf Gewinnpotential
  • Gewinn: Preis x Menge – Kosten
  • Kosten & Zahlungsbereitschaft gehen weit auseinander (Bsp. Metallic Lackierung eines BMW, Arbeitsaufwand ca. 200€ Zahlungsbereitschaft 1000€ und mehr)
  • Zahlungsbereitschaft an verschiedenen Orten unterschiedlich
    • Cola im Supermarkt, an der Tankstelle, im Flugzeug etc.

Waage

  • um aus der erbrachten Leistung den optimalen Wert zu extrahieren, kann als Beispiel eine Waage dienen, auf der einen Seite steht die Leistungserbringung & auf der anderen Seite die Monetarisierung

3 mögliche Arten der Preisfindung

3 Arten der Bepreisung

3 Arten der Bepreisung

effektiver Pricing Prozess in 4 Schritten

effektiver Pricing Prozess

effektiver Pricing Prozess

  • zusätzlicher Gewinn durch leicht veränderte Produkte
    • bessere Ausnutzung der Preis- Absatzfunktion
  • Preisentwicklung bei Tankstellen
    • Spritpreise liegen morgens höher, wegen Notwendigkeit des Sprits (Handwerker tanken auf Firmenkarte, notwendige Arbeitsfahrt, etc.)

Bundling verbindet Zahlungsbereitschaft

  • Beispiel Mc Donalds Bundling der Einzelprodukte zu einem Menü, Profitmaximierung und bessere Nutzung der Kundenzahlungsbereitschaft
  • mögliche Formen:

Preis-Absatzfunktion

  • benötigt Zahlungsbereitschaft des Kunden
  • Preiselaszität = Menge / Preis
  • unterschiedliche Preiselaszitäten

Bestimmung der Preis-Absatzfunktiong

  1. Expertenschätzung
  2. Kundenbefragung (Direkt, van Westendorp, Coinjoint Measurement)
  3. Marktdaten (Ökonometrie)

Solltet ihr weitere Details haben oder Fehler entdecken, teilt mir das umgehend mit.

[WS14/15] Klausur Datenstrukturen & Algorithmen

Die Klausur Datenstrukturen und Algorithmen stand auf dem Programm. Neben umfangreichen Themen im Fach von Abstrakten Klassen, über Exceptions, Generics, Suchbäumen bis hin zu Sortierverfahren, sicherlich eines der anspruchsvolleren Fächer des Studiums.

Zunächst einmal macht es Sinn sich zunächst mit dem Stoff aus EidP gründlich auseinanderzusetzen, da die Inhalte nahtlos aufeinander aufbauen und die Themen sehr kurz und knackig behandelt werden.

Seitdem Wintersemester 13/14 wurde der Praktomat als Online Testtool für EidP zur Verfügung gestellt. Dieses Tool gibt es auch für die Übungsaufgaben aus AlgoDat (Algorithmen und Datenstrukturen).

Die einzelnen Vorlesungen werden zu Kapiteln zusammengefasst. Pro Kapitel gibt es ein Aufgabenblatt, welches die Themen der Vorlesung abdeckt.

Für eine gründliche Klausurvorbereitung hilft nur Üben, üben, üben. Die einzelnen Übungsaufgaben nach Möglichkeit alleine Lösen, Fragestellung systematisch angehen und in Teilaufgaben zerlegen, um die Lösung umzusetzen.

Für die Klausur ist ein 2-seitig beschriebenes DIN-A4 Blatt zugelassen. Allerdings sollte man sich von dem Blatt nicht zu viel Unterstützung erwarten, für die formale Notation vom Quellcode, den Zeitaufwand der einzelnen Sortierverfahren, Baum-Rotationen usw. ist es schon hilfreich. Praktische Klausuraufgaben mit Coding können stark variieren und da hilft das Blatt nur begrenzt weiter.

Hier eine Themenübersicht aus der Klausur AlgoDat:

  1. Abstrakte Klassen (Code) 20 Punkte
  2. Exceptions (Code) 15 Punkte
  3. Doppelt verkettete Liste (Code) 10 Punkte
  4. Quick Sort (Theorie) 16 Punkte
  5. Suchbaum (Code) 15 Punkte
  6. AVL-Bäume (Theorie) 14 Punkte
  7. Heap Sort (Theorie) 16 Punkte
  8. Hashing (Theorie) 12 Punkte

Zu einigen Aufgaben habe ich in GitHub mögliche Code-Beispiele. Die Aufgaben sind nicht final getestet und sollen lediglich als Beispiel dienen.

Als Buchempfehlung ist sicherlich „Java ist eine Insel“ vom Rheinwerk Verlag erwähnenswert, welches Online kostenlos und ständig aktualisiert, bereitsteht.

Um sich weitergehend mit dem Thema Programmierung auseinanderzusetzen kann ich die Google Code Jam empfehlen, ein Programmierwettbewerb von Google in dem man sich mit Gleichgesinnten messen kann.

Für einen Überblick der AlgoDat Klausur aus dem Sommersemester 2014 hier entlang.

Accenture-Workshop „Network Analytics“ 2015

Auf die Rundmail der Hochschule hin bewarb ich mich auf die Einladung zum Accenture-Workshop „Network Analytics“ am 10. Juni 2015 im Düsseldorfer Medienhafen. Accenture ist ein weltweit vertretener Beratungs- und Technologie-Dienstleister für große (u.a. ICT-/IKT-) Kunden – also seltener der Mittelstand, sondern z.B. große Telekommunikationskonzerne aus Bonn oder Düsseldorf. 😉
Neben der reinen Beratung beauftragen die Kunden Accenture auch mit der tatsächlichen Umsetzung von Konzepten, z.B. der optimalen Verteilung von Basisstationen (Handymasten) im Generationswechsel 3G/4G (LTE).

Accenture01

Nach der Ankunft um 09:30 Uhr durften wir uns bei Kaffee und Keksen stärken und man machte sich untereinander bekannt: fast alle Studenten kamen aus NRW, einer von ihnen war ein Austauschstudent von der H-BRS – eine Kommilitonin hatte sich sogar die Mühe gemacht wirklich sehr früh aufzustehen und mit dem Auto aus München anzureisen. Die meisten studierten Wirtschaftsinformatik; ein paar wenige aber auch Wirtschaftsingenieurwesen oder BWL.
Anschließend stellte der Leiter des Workshops sich, seine beiden Mitarbeiter und das Unternehmen Accenture vor. Das Dienstleistungsportfolio von Accenture erstreckt sich über alle möglichen Branchen (IKT, Chemie, Industrie, etc.) und verteilt sich auf großen Abteilungsbereiche „Strategy“, „Digital“, „Technology“ und „Operations“. Diese Aufteilung ähnelt der von ITIL: die konzeptionelle Ausarbeitung übernimmt die Abteilung „Strategy“, die Planung und Konzeptionierung von IT-Lösungen übernimmt „Digital“, während die tatsächliche Umsetzung in „Technology“ geschieht und zuletzt kümmert sich „Operations“ dann um den eigentlichen dauerhaften Betrieb.

Um eine etwas fächerübergreifende (aber auch realistische) Case Study zu betrachten, wurde der Generationswechsel 3G/4G bzw. LTE-Ausbau mit einer zusätzlichen Kosten-Nutzenanalyse als Thema für „Network Analytics“ gewählt. Nach der Vorstellungsrunde teilten sich die elf Studenten in eine Fünfer- und eine Sechergruppe auf; beide sollten die gleichen Aufgaben bearbeiten. Da die Case Study in zwei Aufgaben unterteilt war, bot es sich bei meiner Sechergruppe an, dass jeweils drei Leute an einer Aufgabe arbeiten. Das passte bei uns insofern sehr gut, als dass die eine Dreigruppe nur aus Wirtschaftsinformatikern und die andere Dreiergruppe nur aus BWLern bestand – sodass diese sich um die marketingorientierte Aufgabe kümmern konnten, während wir Wirtschaftsinformatiker uns der technikorienterten Aufgabe widmeten.

Bei der Case Study ging es darum, dem Unternehmen, welches Accenture beauftragt hatte, einen Vorschlag zum sinnvollen Erweiterung/Ausbau seines vorhandenen 3G-Netzes auf den 4G/LTE-Standard zu machen und diesen anschließend auf einem Flipchart zu präsentieren. Die eine Aufgabe der Case Study bezog sich direkt auf die Endkunden und ihre Mobilfunk-Verträge beim TK-Unternehmen, sowie das Werben um Neukunden – während die andere Aufgabe sich auf die Erweiterung der technischen Ausrüstung (Basisstationen) des TK-Unternehmens bezog.
Für beide Aufgaben standen dieselben Materialen zur Verfügung: drei A3-Tabellen. Die eine Tabelle listete verschiedene Endgeräte (Smartphones, Tablets) u.a. mit technischen Informationen zur 3G- bzw. 4G-Fähigkeit. Die andere Tabelle war eine Liste von Basisstationen u.a. mit einer dazugehörigen Standortspalte (im Bereich Deutschland) und dem jeweiligen 3G- bzw. 4G-Ausbaustand und die dritte Liste lieferte eine Übersicht der Kunden mit ihren Verträgen und Endgeräten (jeweils 3G- bzw. 4G-fähig) in den verschiedenen deutschen Städten auf.

Die Analyse bestand nun darin, die für uns wichtigen Spalten zu identifizieren (jede Tabelle hatte ca. 10 Spalten) und eine Auswertung der Verteilung des bisherigen 4G-Angebotes (viele 4G-Basisstationen) und der 4G-Nachfrage (4G-Smartphone/Vertrag) vorzunehmen, um darauf basierend eine Handlungsgrundlage für das TK-Unternehmen zu erstellen. Bei der Auswertung stellte sich z.B. heraus, dass laut den Dummydaten in Köln sehr viele 4G-Smartphones seien, aber dort keine 4G-Basisstationen stehen; andere Standorte hatten ein gutes 4G-Smartphone/-Basisstationenverhältnis, während wiederum zwei Standorte zwar über 4G-Basisstationen verfügten, aber dort nur 3G-Nutzer waren.

Accenture02

Nach 1,5 h war es endlich Zeit für eine Pause und wir gingen zum Mittagessen in eines der nahen Restaurants im Düsseldorfer Medienhafen.

Anschließend hatten wir noch ca. eine Stunde Zeit unsere Ergebnisse in grafisch ansprechender Form auf das Flipchart zu bringen, um diese dann im Besprechungsraum zu präsentieren. Ich sollte die Einführung zur Aufgabenstellung für unsere Gruppe machen (die auch als erste präsentierte); doch als ich nach vorne ging, um den drei anwesenden Accenture-Mitarbeitern die Früchte unserer Arbeit zu präsentieren, kam nur ein „Please speak in English“ entgegen.
Darauf war jetzt niemand vorbereitet, weil bisher alle Gespräche immer auf deutsch waren. Mir wurde nachher von meinen Gruppenmitgliedern berichtet, dass ich beim sehr spontanen Wechsel auf Englisch ziemlich gut die Kurve gekratzt hatte – kam mir meine Vorstellung unserer IST-Situation doch etwas holprig vor.
Später wurde uns erzählt, dass es recht häufig vorkommt, dass z.B. bei Telefonkonferenzen plötzlich spontan ein englischsprachiger Kollege dazugeschaltet wird und dann muss die komplette Präsentation (z.B. ein Status-Meeting) auf Englisch gehalten werden.

Accenture03

Zuletzt wurden noch die Karrieremöglichkeiten bei Accenture vorgestellt – tl;dr: wer dort direkt anfangen will, braucht einen Master / fürs Praktikum (nur Vollzeit) reicht natürlich schon ein Bachelor.

Eingangsbereich H-BRS

SQL Saturday #409 Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Gestern fand der SQL-Saturday #409, der SQL-Pass, in den Räumlichkeiten der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg statt. Der SQL-Saturday ist eine eintägige, kostenlose Konferenz die vom SQL-Pass Verein durchgeführt wird. Die Agenda bestand aus 30 vielfältigen Sessions die von Nationalen und Internationalen Speakern gehalten wurden. Die Community Veranstaltung richtet sich an alle, die Spaß am SQL Server haben.

Die Agenda war sehr gut aufbereitet und zu jeder Session gab es eine Schwierigkeitsangabe. So konnte sich jeder seine Individuelle Agenda, aus 5 parallelen Tracks, zusammenstellen. Bei der Themenvielfalt und den Speakern keine leichte Aufgabe 😉

Kernbereiche der Konferenz:

  • Cloud
  • Datenbankadministration
  • Developer
  • Business Intelligence
  • Mixed

In den zahlreichen Sessions gaben die Speaker Ihre Erfahrungen mit den jeweiligem Thema sehr ausführlich an die Community weiter. Vieles wurde durch zahlreiche Demos verständlich dargestellt und Fragen wurden stets ausführlich beantwortet.

Speaker & Sponsoren Hochschulstraße

Speaker & Sponsoren Hochschulstraße

Eine lockere Atmosphäre zwischen den Speakern, Teilnehmern und Sponsoren war perfekt dazu geeignet während der Pausen viele Interesannte Gespräche zu führen und sein Netzwerk ständig zu erweitern. Für Studenten ein nicht zu unterschätzender Vorteil 😉

Außerdem hatten einige Sponsoren auch Interessante Stellen im Angebot. Wo sonst lässt sich so unkompliziert und offen über die Anforderungen und Erwartungen sprechen.

Durch die Gerätevielfalt und die stetige Vernetzung fallen immense Datenmengen an und dies erhöht die Anforderungen an moderne Datenbanksysteme deutlich. Der SQL-Saturday gab einen guten Einblick wie Webapplikationen, BI- und Big-Data-Themen zusammenwirken, wie sich durch Cloud-Produkte synergien ergeben und welche Aufgaben sich moderne Datenbanksysteme stellen müssen.

Für mich war die Konferenz jedenfalls sehr spannend und ich konnte viele Kontakte knüpfen und Gespräche führen. Außerdem habe ich noch einige Ideen für meine Bachelor Thesis aus einer Session mitnehmen können, da geht mein Dank besonders an Konstantin Klein für seine Session zu „IoT with Azure Stream Analytics“.

Azure Stream Analytics Session von Konstatin Klein

Azure Stream Analytics Session von Konstatin Klein

Alles in allem eine sehr gelungene Konferenz. Ein großes Dankeschön, an Orga, Sponsoren und Volunteers für den SQL Saturday Rheinland 2015.

Wer einen Blick auf die Sessions werfen möchte, findet in der Agenda auch einige Präsentationen der Sessions.

Der nächste findet übrigens, zu 99%, am 11.06.2016 statt.

Abschlusskeynote SQL Saturday 2015

Abschlusskeynote SQL Saturday 2015

Weitere Bilder in der Mediathek