Kategorie-Archiv: Workshop

Accenture-Workshop „Network Analytics“ 2015

Auf die Rundmail der Hochschule hin bewarb ich mich auf die Einladung zum Accenture-Workshop „Network Analytics“ am 10. Juni 2015 im Düsseldorfer Medienhafen. Accenture ist ein weltweit vertretener Beratungs- und Technologie-Dienstleister für große (u.a. ICT-/IKT-) Kunden – also seltener der Mittelstand, sondern z.B. große Telekommunikationskonzerne aus Bonn oder Düsseldorf. 😉
Neben der reinen Beratung beauftragen die Kunden Accenture auch mit der tatsächlichen Umsetzung von Konzepten, z.B. der optimalen Verteilung von Basisstationen (Handymasten) im Generationswechsel 3G/4G (LTE).

Accenture01

Nach der Ankunft um 09:30 Uhr durften wir uns bei Kaffee und Keksen stärken und man machte sich untereinander bekannt: fast alle Studenten kamen aus NRW, einer von ihnen war ein Austauschstudent von der H-BRS – eine Kommilitonin hatte sich sogar die Mühe gemacht wirklich sehr früh aufzustehen und mit dem Auto aus München anzureisen. Die meisten studierten Wirtschaftsinformatik; ein paar wenige aber auch Wirtschaftsingenieurwesen oder BWL.
Anschließend stellte der Leiter des Workshops sich, seine beiden Mitarbeiter und das Unternehmen Accenture vor. Das Dienstleistungsportfolio von Accenture erstreckt sich über alle möglichen Branchen (IKT, Chemie, Industrie, etc.) und verteilt sich auf großen Abteilungsbereiche „Strategy“, „Digital“, „Technology“ und „Operations“. Diese Aufteilung ähnelt der von ITIL: die konzeptionelle Ausarbeitung übernimmt die Abteilung „Strategy“, die Planung und Konzeptionierung von IT-Lösungen übernimmt „Digital“, während die tatsächliche Umsetzung in „Technology“ geschieht und zuletzt kümmert sich „Operations“ dann um den eigentlichen dauerhaften Betrieb.

Um eine etwas fächerübergreifende (aber auch realistische) Case Study zu betrachten, wurde der Generationswechsel 3G/4G bzw. LTE-Ausbau mit einer zusätzlichen Kosten-Nutzenanalyse als Thema für „Network Analytics“ gewählt. Nach der Vorstellungsrunde teilten sich die elf Studenten in eine Fünfer- und eine Sechergruppe auf; beide sollten die gleichen Aufgaben bearbeiten. Da die Case Study in zwei Aufgaben unterteilt war, bot es sich bei meiner Sechergruppe an, dass jeweils drei Leute an einer Aufgabe arbeiten. Das passte bei uns insofern sehr gut, als dass die eine Dreigruppe nur aus Wirtschaftsinformatikern und die andere Dreiergruppe nur aus BWLern bestand – sodass diese sich um die marketingorientierte Aufgabe kümmern konnten, während wir Wirtschaftsinformatiker uns der technikorienterten Aufgabe widmeten.

Bei der Case Study ging es darum, dem Unternehmen, welches Accenture beauftragt hatte, einen Vorschlag zum sinnvollen Erweiterung/Ausbau seines vorhandenen 3G-Netzes auf den 4G/LTE-Standard zu machen und diesen anschließend auf einem Flipchart zu präsentieren. Die eine Aufgabe der Case Study bezog sich direkt auf die Endkunden und ihre Mobilfunk-Verträge beim TK-Unternehmen, sowie das Werben um Neukunden – während die andere Aufgabe sich auf die Erweiterung der technischen Ausrüstung (Basisstationen) des TK-Unternehmens bezog.
Für beide Aufgaben standen dieselben Materialen zur Verfügung: drei A3-Tabellen. Die eine Tabelle listete verschiedene Endgeräte (Smartphones, Tablets) u.a. mit technischen Informationen zur 3G- bzw. 4G-Fähigkeit. Die andere Tabelle war eine Liste von Basisstationen u.a. mit einer dazugehörigen Standortspalte (im Bereich Deutschland) und dem jeweiligen 3G- bzw. 4G-Ausbaustand und die dritte Liste lieferte eine Übersicht der Kunden mit ihren Verträgen und Endgeräten (jeweils 3G- bzw. 4G-fähig) in den verschiedenen deutschen Städten auf.

Die Analyse bestand nun darin, die für uns wichtigen Spalten zu identifizieren (jede Tabelle hatte ca. 10 Spalten) und eine Auswertung der Verteilung des bisherigen 4G-Angebotes (viele 4G-Basisstationen) und der 4G-Nachfrage (4G-Smartphone/Vertrag) vorzunehmen, um darauf basierend eine Handlungsgrundlage für das TK-Unternehmen zu erstellen. Bei der Auswertung stellte sich z.B. heraus, dass laut den Dummydaten in Köln sehr viele 4G-Smartphones seien, aber dort keine 4G-Basisstationen stehen; andere Standorte hatten ein gutes 4G-Smartphone/-Basisstationenverhältnis, während wiederum zwei Standorte zwar über 4G-Basisstationen verfügten, aber dort nur 3G-Nutzer waren.

Accenture02

Nach 1,5 h war es endlich Zeit für eine Pause und wir gingen zum Mittagessen in eines der nahen Restaurants im Düsseldorfer Medienhafen.

Anschließend hatten wir noch ca. eine Stunde Zeit unsere Ergebnisse in grafisch ansprechender Form auf das Flipchart zu bringen, um diese dann im Besprechungsraum zu präsentieren. Ich sollte die Einführung zur Aufgabenstellung für unsere Gruppe machen (die auch als erste präsentierte); doch als ich nach vorne ging, um den drei anwesenden Accenture-Mitarbeitern die Früchte unserer Arbeit zu präsentieren, kam nur ein „Please speak in English“ entgegen.
Darauf war jetzt niemand vorbereitet, weil bisher alle Gespräche immer auf deutsch waren. Mir wurde nachher von meinen Gruppenmitgliedern berichtet, dass ich beim sehr spontanen Wechsel auf Englisch ziemlich gut die Kurve gekratzt hatte – kam mir meine Vorstellung unserer IST-Situation doch etwas holprig vor.
Später wurde uns erzählt, dass es recht häufig vorkommt, dass z.B. bei Telefonkonferenzen plötzlich spontan ein englischsprachiger Kollege dazugeschaltet wird und dann muss die komplette Präsentation (z.B. ein Status-Meeting) auf Englisch gehalten werden.

Accenture03

Zuletzt wurden noch die Karrieremöglichkeiten bei Accenture vorgestellt – tl;dr: wer dort direkt anfangen will, braucht einen Master / fürs Praktikum (nur Vollzeit) reicht natürlich schon ein Bachelor.

BPM Roadshow 2013 Camunda vs Oracle

Am heutigen Tag durfte ich einer Einladung, zur BPM Roadshow 2013 von Opitz Consulting, nachkommen und freute mich auf eine informative Veranstaltung.

Interessant wurde die Veranstaltung durch den Vergleich zweier BPM Suiten, die auf dem Workshop vom jeweiligen Hersteller vorgestellt wurde. Zum einen die Open Source Lösung von Camunda aus Berlin und zum anderen die BPM Suite von Oracle. Also ein nicht ganz alltäglicher Vergleich, der auf ganzer Linie überzeugen konnte.

BPM Roadshow 2013

Doch bevor die beiden Kontrahenten loslegen konnten, wurde zunächst ein Ausblick auf die zukünftigen Trends von BPM gelegt, der sehr informativ war.

Im ersten Teil stellte Jakob Freund von Camunda die eigene Camunda BPM Suite vor. Diese Vorstellung nutzte er, um die Vorteile der Open Source Lösung aufzuzeigen und durch welche Features sich die Lösung von Camunda auszeichnet und wie es eigentlich dazu kam, eine eigene BPM Suite zu entwickeln. Der Fokus von Camunda liegt auf eine quelloffene, Plattformunabhängige Lösung die in Java implementiert ist. Die Wahl der Datenbank (z.B. MSSQL, MySQL, Oracle, etc.) und der Engine (JBoss, Glasfish, etc.)  ist völlig frei und kann den jeweiligen, individuellen Voraussetzungen angepasst werden. Camunda fokussiert sich rein auf die BPM Sicht und sieht darin auch die Kernkompetenz ihrer Lösung. Prozessanpassungen und Erweiterungen lassen sich durch Java realisieren. Wer sich von der Suite überzeugen möchte, kann sich die Community Edition frei herunterladen und ausprobieren.

BPM Roadshow 2013 Kurzvorstellung Camunda BPM Suite

BPM Roadshow 2013 Kurzvorstellung Camunda BPM Suite

Die BPM Suite von Oracle stellt sicherlich ein Schwergewicht unter den BPM Suites dar. Die lange Entwicklungszeit und die jährlichen Erweiterungen führten zu einer modularen, umfangreichen BPM Suite, die an die Installation und Einrichtung einige Anforderungen stellt. Durch das Modulare Konzept können, bei Bedarf, weitere Module freigeschaltet werden, die bisher nicht notwendig waren. Den Fachabteilungen steht ein Webinterface zur Modellierung ihrer Anforderungen zu Verfügung, während die IT-Abteilung andere Werkzeuge nutzen kann und ebenfalls über Java weitere Anforderungen umsetzen kann. Die BPM Suite von Oracle lässt sich ebenfalls als Virtual Box Appliance vollständig vorkonfiguriert herunterladen. Eine umfangreiche Anleitung für die ersten Schritte mit derAppliance ist ebenfalls vorhanden. Abgerundet wurde das ganze durch einen Vortrag zu Adaptive Case Management.

Für mich war es ein gelungener Einblick in zwei unterschiedliche BPM Suiten und deren Ansätze. Die Veranstaltung empfand ich als sehr informativ und gelungen. Die Pausen waren eine gute Gelegenheit zum Gedanken- und Ideenaustausch.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Opitz Consulting für die Einladung bedanken und hoffe auf weitere, informative Workshops zum Themengebiet ACM und BPM.

Projektmanagement Workshop

An unserer Hochschule werden ja häufig kostenlose Workshops angeboten. Diesmal wurde ein Workshop zum Projektmanagement angeboten, an dem ich teilnehmen durfte.

Der Workshop wurde von der Firma Brunel angeboten, die Personaldienstleistungen im Bereich von Projekten anbieten. Der Workshop selbst wurde von Florian Gayk, einem erfahrenen Projektconsultant durchgeführt.

Das Tagesseminar gliederte sich in in zwei Blöcke die sich jeweils in ein Theorie und Praktischen Anteil gliederten. In der Theorie wurden die grundlegenden Eigenschaften eines Projekts dargestellt und welche Hilfsmittel geeignet sind. Diese Inhalte konnten im Praktischen Anteil angewandt werden und wurden anschließend gemeinsam besprochen und bewertet.

Aus meiner Sicht war der Workshop sehr gut um die einzelnen Projektanforderungen, aus Sicht eines Consultants, noch einmal in Erinnerung zu rufen und zu vertiefen. Die Inhalte wurden mit der praktischen Erfahrung sehr gut vermittelt.

Die Organisation im Vorfeld des Workshops war ebenfalls sehr gelungen. Zum Abschluss gab es noch ein Teilnehmerzertifikat. Aus meiner Sicht, bleibt zu hoffen, das solche Workshops in Zukunft häufiger angeboten werden 😉